Die Kombination aus Wärmepumpe und Solarthermie gehört zu den effizientesten Heizlösungen für Wohngebäude in Deutschland. Wer heute über ein neues Heizsystem nachdenkt, steht vor einer Vielzahl von Technologien – und vor der Frage, welche Lösung zum eigenen Haus passt. Wärmepumpen und Solarthermie sind umweltfreundliche Heiztechnologien, die zusammen eine hocheffiziente Wärmeversorgung ermöglichen und die CO2-Bilanz des Gebäudes deutlich verbessern.
Seit 2024 verlangt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) bei neuen Heizungen einen Mindestanteil von 65 % erneuerbarer Energie. Gleichzeitig sind die Förderbedingungen durch KfW und BAFA so attraktiv wie selten zuvor. Für Hausbesitzer eines Einfamilienhauses kann eine Solar-Wärmepumpe besonders sinnvoll sein.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Kombination aus Wärmepumpe und Solarthermie kann den Stromverbrauch der Wärmepumpe senken und die Heizkosten reduzieren.
- Besonders sinnvoll ist sie für gut gedämmte Ein- und Zweifamilienhäuser mit niedrigem Heizwärmebedarf und hohem Warmwasserverbrauch.
- Im Sommer übernimmt die Solarthermie häufig einen Großteil der Warmwasserbereitung, sodass die Wärmepumpe deutlich seltener oder gar nicht laufen muss.
- Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen lassen sich grundsätzlich mit Solarthermie kombinieren. Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich dafür nicht.
- Ob Solarthermie oder Photovoltaik die bessere Ergänzung zur Wärmepumpe ist, hängt von Gebäude, Dachfläche, Verbrauch und Wirtschaftlichkeit ab.
- Förderungen über KfW und BAFA können die Investitionskosten deutlich reduzieren. Förderanträge müssen vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.
- Eine unabhängige Energieberatung hilft dabei, die technisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung für Ihr Haus zu finden.
So gehen Sie vor
- Gebäude analysieren: Lassen Sie den energetischen Zustand Ihres Hauses, die Vorlauftemperaturen und den Warmwasserbedarf bewerten.
- Heizsystem vergleichen: Prüfen Sie gemeinsam mit einer Energieberatung, ob eine Wärmepumpe allein oder in Kombination mit Solarthermie beziehungsweise Photovoltaik die bessere Lösung ist.
- Fördermöglichkeiten sichern: Klären Sie die passenden Förderprogramme und stellen Sie die Anträge vor Vertragsabschluss und Baubeginn.
- Anlage richtig auslegen: Dimensionieren Sie Wärmepumpe, Solarthermie, Speicher und Hydraulik optimal auf Ihr Gebäude und Ihren Verbrauch.
- Sanierung ganzheitlich planen: Berücksichtigen Sie bei Bedarf auch Dämmmaßnahmen oder einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), um Effizienz und Förderquoten zu verbessern.
- Fachgerecht umsetzen: Lassen Sie die Anlage von qualifizierten Fachbetrieben installieren und die Angebote vorab unabhängig prüfen.
Grundlagen: Solarthermie, Photovoltaik und Wärmepumpen im Überblick
Bevor Sie sich für eine Hybridheizung entscheiden, lohnt sich ein Blick auf die beteiligten Technologien.
Solarthermie wandelt Sonnenstrahlen in Wärme um – über Flachkollektoren oder Vakuumröhren auf dem Dach. Der Wirkungsgrad eines Solarkollektors beträgt dabei etwa 50 %, bezogen auf die Kollektorfläche. Auf Systemebene erreicht Solarthermie Wirkungsgrade von etwa 25 bis 30 Prozent. Die erzeugte Solarwärme lässt sich für Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung nutzen. Typische Deckungsanteile können sein:
- Warmwasser: bis zu 50–60 %
- Heizung: etwa 20–30 %
Photovoltaik hingegen erzeugt elektrischen Strom aus Sonnenlicht. Photovoltaikanlagen erreichen Wirkungsgrade von 5 bis 20 Prozent. Der erzeugte Solarstrom kann den Haushalt versorgen, die Wärmepumpe antreiben oder ins öffentliche Netz eingespeist werden.
Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser und benötigen Strom als Antriebsenergie. Aus einer Einheit Strom können dabei mehrere Einheiten Wärme gewonnen werden. Die wichtigsten Wärmepumpentypen im Überblick:
- Luft-Wasser-Wärmepumpe: Außenluft als Wärmequelle, JAZ ca. 2,8–4,0
- Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme): JAZ typischerweise 4,0–5,0
- Wasser-Wasser-Wärmepumpe (Grundwasser): JAZ oft über 5,0
Der Begriff „Solar-Wärmepumpe“ wird umgangssprachlich verwendet, wenn Solarthermie und/oder Photovoltaik mit einer Wärmepumpe zu einer Hybridlösung kombiniert werden – eine Hybridheizung im besten Sinne.
Wie funktioniert die Kombination aus Wärmepumpe und Solarthermie?
Die Kombination von Wärmepumpe und Solarthermie folgt einem einfachen Prinzip: Solarthermie-Kollektoren auf dem Dach sammeln Solarenergie und übertragen sie über eine Wärmeträgerflüssigkeit und einen Wärmetauscher an einen Speicher. Die erzeugte Solarwärme wird in einem Pufferspeicher gespeichert und steht für Warmwasser oder Heizung bereit.
Das entlastet die Wärmepumpe – vor allem in den Übergangszeiten und im Sommer:
- Die Wärmepumpe läuft seltener, der Stromverbrauch sinkt
- Die Kombination senkt den Stromverbrauch der Wärmepumpe erheblich
- Im Sommer kann die Wärmepumpe häufig komplett pausieren
- Solarthermie trägt zur Effizienzsteigerung im Winter bei, indem sie das Heizungswasser vorwärmt
Ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher (typisch 500–800 Liter für Einfamilienhäuser mit Heizungsunterstützung) ist dabei essenziell. Er entkoppelt solare Erträge zeitlich vom Wärmebedarf.
Durch die Solarwärme steigen die Quell- oder Systemtemperaturen, was den Temperaturhub der Wärmepumpe verringert. Bereits eine Verringerung der Temperaturabweichung um 1 °C verbessert den COP-Wert um 2,5 % – das wirkt sich direkt auf die Jahresarbeitszahl aus.
Welche Wärmepumpentypen eignen sich für Solarthermie?
Nahezu jede wassergeführte Wärmepumpe lässt sich mit Solarthermie kombinieren. Entscheidend ist, dass ein wasserbasierter Heizkreislauf vorhanden ist. Luft-Luft-Wärmepumpen (reine Klimageräte) sind ungeeignet, da kein solcher Kreislauf existiert.
Die Wahl des richtigen Typs hängt von Grundstücksgröße, Genehmigungslage, Budget und Gebäude ab.
Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Solarthermie
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist in Bestandsgebäuden die häufigste Wahl für eine Kombination mit Solarthermie – vor allem wegen geringer Erschließungskosten und einfacher Nachrüstung. Die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet etwa 20.000 bis 35.000 €.
Schwankende Außentemperaturen beeinflussen die Effizienz: Bei Frost sinkt die JAZ. Solarthermie kann in Zeiten mit guter Sonneneinstrahlung Warmwasser liefern und die Wärmepumpe entlasten. Wärmepumpen können im Sommer oft auch kühlen – ein zusätzlicher Vorteil im Luft-Wasser-Bereich.
Ein konkretes Szenario: Einfamilienhaus, Baujahr 2000, 140 m², 4 Personen. Luft-Wasser-Wärmepumpe plus 8–12 m² Flachkollektoren für Warmwasser und Heizungsunterstützung. In den Sommermonaten übernimmt die Solarthermieanlage den Großteil der Warmwasserbereitung, die Wärmepumpe bleibt aus. Im Herbst und Frühjahr deckt die Solaranlage einen Teil der Heizwärme.
Für dicht bebaute Gebiete sind Schallanforderungen zu beachten. Eine spätere Kopplung mit einer Photovoltaik-Anlage für den Strombedarf der Wärmepumpe ist jederzeit möglich.
Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) und Solarthermie
Bei Sole-Wasser-Wärmepumpen eröffnet Solarthermie eine besondere Möglichkeit: Die Einleitung überschüssiger Solarwärme in Erdsonden zur Regeneration des Erdreichs. Das verhindert eine übermäßige Abkühlung der Erde über viele Heizperioden hinweg und stabilisiert die Soletemperaturen – vor allem im Winter steigen Effizienz und Jahresarbeitszahl.
Ein Beispiel: Neubau KfW-Effizienzhaus 40 mit Flächenheizung. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe liefert die Heizwärme, Solarthermieanlagen decken die Warmwasserbereitung und regenerieren das Erdreich im Sommer.
Die Investition ist durch Bohrungen und Flächenkollektoren höher, wird aber durch Förderboni (z. B. für Erdreich als Wärmequelle) teilweise ausgeglichen.
Wasser-Wasser-Wärmepumpe und Solarthermie
Wasser-Wasser-Wärmepumpen haben systembedingt bereits sehr hohe Jahresarbeitszahlen (oft über 5,0). Der Mehrnutzen von Solarthermie fällt daher geringer aus.
Sinnvoll wird die Kombination vor allem bei Haushalten mit sehr hohem Warmwasserbedarf – etwa in einem Mehrgenerationenhaus oder bei Vermietung. Wasserrechtliche Genehmigungen und Grundwasser-Qualitätsanforderungen machen die Planung allerdings komplexer. Für viele Einfamilienhäuser ist dieser Typ seltener relevant.
Systemvarianten: Wie kann man Wärmepumpe und Solarthermie kombinieren?
Die richtige Auslegung – Kollektorfläche, Speichervolumen, hydraulische Einbindung – entscheidet über die Effizienz der gesamten Anlage. Im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) vergleicht Enwendo unterschiedliche Varianten technisch und wirtschaftlich.
Solarthermie zur Warmwasserbereitung
Eine Wärmepumpe mit Solarthermie für Trinkwarmwasser arbeitet über einen separaten Solarspeicher oder Kombispeicher, teilweise ergänzt durch eine Frischwasserstation.
Typische Anlagengröße für ein Einfamilienhaus mit 3–4 Personen:
- 4–6 m² Flachkollektoren
- 300–400 l Speicher
- Deckungsgrad: Eine Solarthermieanlage kann bis zu 60 % des jährlichen Warmwasserbedarfs decken
Im Sommer kann die Wärmepumpe weitgehend abgeschaltet bleiben. Die Solarthermie entlastet andere Heizungen im Sommer, was deren Lebensdauer verlängert. Diese Variante bietet häufig das beste Verhältnis von Kosten zu Einsparung. Die Kosten für eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung betragen etwa 5.000 €.
Heizungsunterstützung durch Solarthermie
Bei der Heizungsunterstützung wird Solarwärme in einen größeren Pufferspeicher eingespeist und unterstützt die Raumheizung – besonders effektiv bei Fußboden- und Wandheizungen mit niedrigen Vorlauftemperaturen.
Typische Kollektorflächen: 10–20 m² je nach Gebäudegröße und Dämmstandard. Solarthermie kann die Wärmepumpe bei moderatem Heizbedarf entlasten – vor allem im Frühjahr und Herbst deckt sie einen großen Teil des Heizbedarfs, die Wärmepumpe muss seltener laufen.
Im Altbau mit hohen Vorlauftemperaturen und Heizkörpern (Radiatoren) kann der Nutzen der Heizungsunterstützung allerdings limitiert sein.
Regeneration von Erdsonden und Kombi mit Photovoltaik
Überschüssige Solarwärme lässt sich im Sommer in das Erdreich einspeisen, um die Soletemperaturen langfristig zu stabilisieren. Das ist vor allem bei dichter Belegung oder begrenzten Sondenlängen interessant.
Solarthermie und Photovoltaik lassen sich auch gemeinsam nutzen: Solarthermie liefert Wärme, eine Photovoltaik-Anlage den Strom für den Wärmepumpenbetrieb. Sogenannte PVT-Module (Hybridmodule) liefern sogar gleichzeitig Strom und Wärme – die Planung ist allerdings komplexer und die Investition höher.
Solche komplexeren Kombinationen sollten unbedingt durch eine fachkundige Energieberatung wie Enwendo ausgelegt werden, um Überdimensionierung und Fehlinvestitionen zu vermeiden.
Für wen lohnt sich die Kombination von Wärmepumpe und Solarthermie?
Die wichtigste Frage lautet: Passt eine Kombination aus Wärmepumpe und Solarthermie zu Ihrem Gebäude? Die Antwort hängt von mehreren Kriterien ab:
- Gebäudestandard (Dämmung, Fenster, Baujahr)
- Vorhandenes Heizsystem und Vorlauftemperaturen
- Dachfläche, Ausrichtung und Verschattung
- Warmwasserbedarf (Personenzahl)
- Geplante Nutzung des Hauses (Dauer, Eigennutzung vs. Vermietung)
Konkrete Szenarien:
- Gut gedämmtes EFH, 4–5 Personen: Häufig sinnvoll, hoher Warmwasserbedarf, schnelle Amortisation
- Zweifamilienhaus mit vermieteter Einheit: Höherer Verbrauch, Solarthermie kann sich besonders lohnen
- Unsanierter Altbau mit Radiatoren: Zunächst Gebäudehülle verbessern, dann Heizungstausch prüfen
In vielen sanierten Einfamilienhäusern arbeiten Solo-Wärmepumpen bereits sehr effizient. Solarthermie wird oft erst bei hohem Warmwasserbedarf oder vorhandener Alt-Anlage wirtschaftlich. Im Rahmen einer ganzheitlichen Energieberatung – inklusive Heizlastberechnung – prüft Enwendo, ob Solarthermie oder eher Photovoltaik in Kombination mit Wärmepumpe die sinnvollere Heizlösung ist.
Ideale Voraussetzungen im Neubau und sanierten Bestand
Die besten Ergebnisse erzielen Sie unter folgenden Bedingungen:
- Niedrige Vorlauftemperaturen (30–35 °C)
- Flächenheizung (Fußboden oder Wand)
- Sehr gute Dämmung (Effizienzhaus 55 oder besser)
- Ausreichend Süd- oder Südwest-Dachfläche mit wenig Verschattung
Gut gedämmte Gebäude steigern die Effizienz der Wärmepumpe erheblich. Selbst eine kompakte Solarthermieanlage für Warmwasser kann hier eine gute Ergänzung sein. Alternativ ist eine größere PV-Anlage für eine stromgeführte Wärmepumpe oft die wirtschaftlichere Variante.
Durch einen iSFP sind Zuschläge auf Förderquoten möglich, und Maßnahmen lassen sich zeitlich gestaffelt planen.
Besonderheiten im Altbau
Im Altbau treffen oft ungünstige Voraussetzungen zusammen: hohe Vorlauftemperaturen, Heizkörper, ungedämmte Gebäudehülle, limitierte oder verschattete Dachflächen.
Hier empfiehlt es sich, zuerst energetische Sanierungsschritte wie Fassadendämmung, Dachdämmung oder Fenstertausch zu prüfen, bevor eine Wärmepumpe mit Solarthermie geplant wird.
Ein Beispiel: Altbau von 1975, 180 m², Radiatoren. Im Sanierungsfahrplan mit Enwendo werden stufenweise Maßnahmen definiert – erst Dämmung und hydraulischer Abgleich, dann Wärmepumpe mit PV, optional Solarthermie fürs Warmwasser. In solchen Fällen ist eine große PV-Anlage mit Wärmepumpe wirtschaftlich oft attraktiver als eine zusätzliche Solarthermieanlage.
Investitionskosten, Betriebskosten und Wirtschaftlichkeit
Die Kosten variieren stark nach Gebäudebestand, Speichergröße, Hydraulikaufwand und Region. Grobe Richtwerte:
| Komponente | Kostenspanne |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe (EFH, inkl. Installation) | 18.000–30.000 € |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe | 25.000–40.000 € |
| Solarthermie (Warmwasser) | 4.000–7.000 € |
| Solarthermie (Heizungsunterstützung) | 8.000–15.000 € |
| Gesamtkosten Wärmepumpe + Solarthermie | 30.000–50.000 € |
Die Kosten für eine Solar-Wärmepumpe bewegen sich insgesamt typischerweise zwischen 20.000 und 40.000 €, je nach Systemkonfiguration. Die Gesamtkosten einer Wärmepumpe allein liegen zwischen 15.000 und 30.000 €.
Die Kombination aus Wärmepumpe und Solarthermie senkt die Energiekosten spürbar: geringerer Stromverbrauch, teilweise vollständige Abschaltung der Wärmepumpe in den Sommermonaten und längere Lebensdauer durch weniger Starts. Die Kombination kann Betriebskosten um bis zu 3.360 € jährlich senken – abhängig von Verbrauchsprofil und Energiepreisen. Eine gut gedämmte Wohnung steigert die Effizienz der Kombination zusätzlich.
Die Wirtschaftlichkeit sollte immer im Zusammenspiel mit Förderquote, Energiepreisentwicklung und geplanter Nutzungsdauer bewertet werden – genau das ist die Aufgabe einer unabhängigen Energieberatung.
Solarthermie oder Photovoltaik – was bringt mehr in Kombination mit Wärmepumpe?
Ein Vergleich auf hohem Niveau:
- Solarthermie: Hoher Wirkungsgrad pro Fläche, aber auf Wärme begrenzt. Überschüssige Wärme aus Solarthermie kann nicht ins Netz eingespeist werden.
- Photovoltaik: Flexibel nutzbarer Strom – für Wärmepumpe, Haushalt, E-Auto oder Einspeisung. Photovoltaik ermöglicht Einspeisung ins öffentliche Netz und bietet damit mehr Flexibilität.
Für viele Einfamilienhäuser ist eine größere PV-Anlage in Verbindung mit einer effizienten Wärmepumpe wirtschaftlich oft attraktiver als eine zusätzliche Solarthermieanlage. Die Stromkosten sinken durch Eigenverbrauch, und überschüssiger Solarstrom bringt Geld durch Einspeisevergütung.
Solarthermie bleibt besonders sinnvoll bei:
- Sehr hohem Warmwasserbedarf
- Begrenzter PV-Fläche auf dem Dach
- Bestehender Solarthermieanlage aus den 2000er-Jahren, die integriert werden soll
Tipp
Die Dachfläche strategisch planen – ggf. eine Mischung aus Solarthermie und Photovoltaik einsetzen, Solarzellen und Kollektoren nebeneinander. Das lässt sich im Sanierungsfahrplan festhalten.
Förderungen für Wärmepumpe und Solarthermie in Deutschland
Die Förderlandschaft ist attraktiv, aber komplex. Die wichtigste Anlaufstelle ist die BEG-Einzelmaßnahmenförderung über KfW und BAFA:
- Die KfW fördert Wärmepumpen mit Zuschüssen bis zu 40 %
- BAFA bietet 35 % Förderung für Solarthermieanlagen
- Boni für Nutzung von Erdreich oder Wasser als Wärmequelle
- Staatliche Förderungen können bis zu 70 % der Kosten decken
- KfW-Kredite unterstützen energetische Sanierungen bis zu 150.000 € pro Wohneinheit
Förderanträge müssen vor Baubeginn gestellt werden – ein häufiger Fehler, der die gesamte Förderung kosten kann. Förderbedingungen ändern sich regelmäßig (Anpassungen 2024/2025); aktuelle Konditionen sollten immer geprüft werden.
Enwendo unterstützt bei der Fördermittelauswahl, der Antragstellung und der Nachweisführung und hilft, typische Fallstricke wie einen zu frühen Vertragsabschluss mit dem Anbieter zu vermeiden.
Sanierungsfahrplan (iSFP) und Förderbonus nutzen
Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) wird von zertifizierten Energieeffizienz-Experten erstellt und bildet alle Maßnahmen über mehrere Jahre ab. Im iSFP lässt sich die Kombination von Wärmepumpe, Solarthermie, Photovoltaik und Dämmmaßnahmen systematisch planen.
Durch den iSFP-Bonus kann die Förderquote für einzelne Maßnahmen zusätzlich steigen. Ein typischer Ablauf:
- Dach- und Fassadendämmung (Schritt 1)
- Umstieg auf Wärmepumpe (Schritt 2)
- Ergänzung durch Solarthermie oder Photovoltaik (Schritt 3)
So sparen Sie Geld, ohne alles auf einmal finanzieren zu müssen.
Planung mit Enwendo: So gehen Hausbesitzer vor
Enwendo arbeitet unabhängig von Herstellern – keine Bindung an einzelne Anbieter wie Bosch, Viessmann oder andere. Das ermöglicht neutrale Empfehlungen, die allein auf der Umwelt und dem Gebäude basieren.
Der Ablauf Schritt für Schritt:
- Erste Bestandsaufnahme: Online oder telefonisch – Rahmendaten zum Haus, Heizung, Verbrauch
- Vor-Ort-Termin: Zertifizierter Energieberater bewertet Gebäudehülle, Dachfläche, Heizsystem
- Heizlastberechnung und Sanierungskonzept: Individuelle Auslegung der Technik
- Wirtschaftlichkeitsvergleich: Nur Wärmepumpe vs. Wärmepumpe mit Solarthermie vs. Wärmepumpe mit Photovoltaik
- Ausschreibung und Angebotsprüfung: Kostenlose Prüfung der Handwerkerangebote
- Förderantrag: Komplette Begleitung bis zur Auszahlung
Zusätzlich bietet Enwendo Energieausweise, Heizungschecks und Beratung zu Dämmmaßnahmen – damit das Gesamtsystem Haus (die Umweltheizung inklusive Hülle) optimal funktioniert.
Viele Hausbesitzer gehen davon aus, dass Solarthermie automatisch die beste Ergänzung zur Wärmepumpe ist. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig ein differenzierteres Bild. Entscheidend sind nicht einzelne Komponenten, sondern das Gesamtsystem aus Gebäudehülle, Heizsystem, Warmwasserbedarf und Dachfläche. Erst eine individuelle Berechnung zeigt, ob Solarthermie, Photovoltaik oder die Wärmepumpe allein langfristig die wirtschaftlichste Lösung ist.
Jan Wanderer
Energie-Experte bei Enwendo
Fazit: Wann ist eine Wärmepumpe mit Solarthermie die richtige Wahl?
Die Solarthermie und Wärmepumpe als Kombination kann Effizienz und Unabhängigkeit deutlich steigern – vor allem bei gut gedämmten Gebäuden mit hohem Warmwasserbedarf und ausreichender Dachfläche, wo die Sonne optimal genutzt werden kann. Die Vorteile liegen in niedrigeren Heizkosten, weniger Stromverbrauch und einer verbesserten CO2-Bilanz.
In anderen Fällen ist eine Wärmepumpenheizung plus Photovoltaik oft die wirtschaftlichere Lösung. Die Nachteile der Solarthermie – begrenzte Flexibilität, keine Einspeisung, höhere Systemkomplexität – sprechen dann gegen eine Ergänzung.
Entscheidend ist eine individuelle Berechnung mit realistischen Verbrauchsdaten, Kosten und Förderquoten. Pauschale Aussagen sind unseriös.
Nehmen Sie frühzeitig eine ganzheitliche Energieberatung in Anspruch, bevor einzelne Komponenten bestellt werden. Enwendo unterstützt Sie bei der langfristigen Sanierungsstrategie, maximaler Förderausnutzung und der sinnvollen Kombination von Wärmepumpe, Solarthermie, Photovoltaik und Dämmung – damit Ihr Zuhause effizient heizt und Sie langfristig Geld sparen.
Häufige Fragen zu Wärmepumpe und Solarthermie
Das hängt von Ihrem Gebäude ab. Besonders wirtschaftlich ist die Kombination häufig bei gut gedämmten Ein- und Zweifamilienhäusern mit einem hohen Warmwasserbedarf und ausreichend Dachfläche. In vielen anderen Fällen kann eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage die wirtschaftlichere Lösung sein.
Grundsätzlich ja – sofern es sich um eine wassergeführte Wärmepumpe handelt. Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen lassen sich mit Solarthermie kombinieren. Reine Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich dafür nicht.
Ja. Für die Kombination aus Wärmepumpe und Solarthermie ist ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher beziehungsweise Kombispeicher in der Regel notwendig. Er speichert die erzeugte Solarwärme und stellt sie zeitversetzt für Heizung und Warmwasser bereit.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Photovoltaik bietet mehr Flexibilität, da der erzeugte Strom auch im Haushalt genutzt oder ins Netz eingespeist werden kann. Solarthermie kann dagegen besonders bei einem hohen Warmwasserbedarf ihre Stärken ausspielen. Welche Lösung sinnvoller ist, sollte individuell berechnet werden.
Ja. Für den Heizungstausch und energetische Sanierungen stehen Förderprogramme von KfW und BAFA zur Verfügung. Welche Zuschüsse möglich sind, hängt von der Maßnahme und Ihrer individuellen Situation ab. Wichtig ist, die Förderung vor Beginn der Arbeiten zu beantragen.
Ja, allerdings nicht in jedem Fall. Entscheidend sind der energetische Zustand des Gebäudes, die benötigten Vorlauftemperaturen und das vorhandene Heizsystem. Häufig ist es sinnvoll, zunächst die Gebäudehülle zu verbessern und anschließend die neue Heiztechnik zu planen.
Oft ja. Funktionierende Solarthermieanlagen lassen sich in vielen Fällen in ein neues Wärmepumpensystem integrieren. Ob sich das technisch und wirtschaftlich lohnt, sollte im Rahmen einer Energieberatung geprüft werden.