Sie möchten Ihre Heizung modernisieren und fragen sich, welche Arten von Wärmepumpen es überhaupt gibt? Dann sind Sie nicht allein. Viele Eigentümer hören Begriffe wie Luft/Wasser-Wärmepumpe, Erdwärmepumpe oder Grundwasser-Wärmepumpe – wissen aber nicht, welches System wirklich zum eigenen Haus passt. Genau hier passieren oft teure Fehlentscheidungen.
Denn nicht jede Wärmepumpe eignet sich für jedes Gebäude. Grundstücksgröße, Dämmstandard, Heizkörper, Platzverhältnisse und Budget spielen eine entscheidende Rolle. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Wärmepumpen-Arten es gibt, wie sie funktionieren, mit welchen Kosten Sie rechnen sollten – und welche Lösung für Ihr Bestandsgebäude sinnvoll sein kann.
Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt vier Hauptarten von Wärmepumpen: Luft/Wasser-, Sole/Wasser-, Wasser/Wasser- und Luft/Luft-Wärmepumpen. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre Wärmequelle.
- Für die meisten Bestandsgebäude ist die Luft/Wasser-Wärmepumpe die praktikabelste Lösung, weil keine Bohrungen oder Erdarbeiten nötig sind.
- Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen arbeiten oft besonders effizient, benötigen aber mehr Planung, Genehmigungen und höhere Anfangsinvestitionen.
- Nicht die Wärmepumpe allein entscheidet über die Wirtschaftlichkeit, sondern das Zusammenspiel aus Heizlast, Vorlauftemperatur, Dämmstandard und Heizflächen.
- Eine professionelle Energieberatung verhindert Fehlentscheidungen, etwa zu grosse oder zu kleine Anlagen, unnötige Umbauten oder entgangene Fördermittel.
- Für Bestandsgebäude sind Förderungen über die KfW möglich, wenn die technischen Voraussetzungen erfüllt sind und der Antrag rechtzeitig gestellt wird.
So gehen Sie vor
- Gebäude prüfen lassen
Lassen Sie Heizlast, Dämmzustand, Heizkörper und Vorlauftemperaturen bewerten. Das ist die Basis jeder sinnvollen Entscheidung. - Passende Wärmepumpen-Art auswählen
Je nach Grundstück, Platz, Budget und Gebäudestatus kommen unterschiedliche Systeme infrage. - Wirtschaftlichkeit vergleichen
Vergleichen Sie Investitionskosten, Betriebskosten, Lebensdauer und mögliche Fördermittel. - Förderung vor Auftrag sichern
Stellen Sie Förderanträge immer vor Vertragsabschluss oder Beauftragung. - Fachbetrieb und Planung abstimmen
Eine saubere Auslegung ist entscheidend für Effizienz, Lautstärke und langfristige Betriebskosten.
Welche Arten von Wärmepumpen gibt es – und welche passt zu Ihrem Haus?
Seit dem Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) im Jahr 2024 sind Wärmepumpen in Deutschland zum zentralen Baustein der Wärmewende geworden. Die staatliche Förderung von bis zu 70 % macht den Umstieg auf Wärmepumpen attraktiv. Im Neubau liegt der Anteil bereits bei über 80 %, und 2023 wurden mehr als 356.000 Geräte installiert – ein Plus von 53 % gegenüber dem Vorjahr.
Die gängigsten Arten von Wärmepumpen sind Luft/Wasser-, Sole/Wasser-, Wasser/Wasser- und Luft/Luft-Wärmepumpen, die sich in ihrer Wärmequelle und dem Medium, an das sie die Wärme abgeben, unterscheiden. Ergänzend gibt es Spezialformen wie Brauchwasser– und Abluftwärmepumpen für besondere Einsatzzwecke.
Funktionsweise von Wärmepumpen
Alle Wärmepumpen arbeiten nach dem gleichen physikalischen Prinzip eines geschlossenen Kältemittelkreislaufs: Ein Kältemittel nimmt Umweltwärme auf, verdampft, wird durch einen Kompressor verdichtet und gibt diese Wärme dann ab. Vereinfacht gesagt funktioniert jede Wärmepumpe wie ein umgekehrter Kühlschrank – statt Kälte zu erzeugen, wird Wärme aus der Umgebung ins Haus transportiert.
Der Kreislauf besteht aus vier Komponenten:
- Verdampfer: Nimmt Umweltwärme auf
- Verdichter: Erhöht Druck und Temperatur
- Verflüssiger: Gibt Wärme an das Heizsystem ab
- Expansionsventil: Senkt den Druck für den nächsten Zyklus
Moderne Wärmepumpen nutzen oft einen Inverter, der die Leistung des Kompressors stufenlos an den Bedarf anpasst, was Energie spart und die Lebensdauer erhöht.
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist ein Maß für die Effizienz von Wärmepumpen und gibt an, wie viel Heizwärme eine Wärmepumpe mit einer Einheit Strom erzeugen kann. Im Einfamilienhaus sind Werte zwischen 3 und 5 üblich. Ein COP von 4 bedeutet beispielsweise: Aus 1 kW Strom entstehen 4 kW Wärme.
Tipp
Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter die Wärmepumpe. Mit Fußbodenheizung (30–40 °C) steigt die JAZ um bis zu 20–30 %.
Wärmepumpen nach Wärmequelle
Die verschiedenen Arten von Wärmepumpen gibt es für unterschiedliche Wärmequellen und Einsatzzwecke:
| Wärmepumpenart | Wärmequelle | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Luft/Wasser | Außenluft | Sanierung, Neubau |
| Sole/Wasser | Erdreich | Neubau, gut gedämmte Altbauten |
| Wasser/Wasser | Grundwasser | Größere Gebäude, hohe Heizlasten |
| Luft/Luft | Außenluft | Passivhäuser, Effizienzhäuser |
Die Wahl des geeigneten Wärmepumpensystems hängt stark von der Grundstücksgröße und dem Dämmzustand des Gebäudes ab. Enwendo prüft systematisch, ob Erdsonden, Grundwasser oder Luft in Frage kommen – inklusive Blick in kommunale Satzungen und Wasserschutzgebiete.
Luft/Wasser-Wärmepumpe
Die Luft Wasser Wärmepumpe nutzt Außenluft von –20 bis +35 °C als Wärmequelle und überträgt die gewonnene Wärme an ein wasserführendes Heizsystem mit Heizkörpern oder Fußbodenheizung.
Vorteile:
- Die Installation einer Luft/Wasser-Wärmepumpe ist vergleichsweise einfach, da keine Erdarbeiten oder Bohrungen erforderlich sind, was sie besonders für Bestandsgebäude attraktiv macht
- Luft/Wasser-Wärmepumpen nutzen die Umgebungsluft als Wärmequelle und sind besonders kostengünstig in der Anschaffung und Installation
- Luft-Wasser-Wärmepumpen bieten Vorteile wie einfache Installation, geringe Investitionskosten und Flexibilität
- Ideal bei Sanierungen von Ein- und Zweifamilienhäusern aus den Baujahren 1960–2000 nach Dämmung
Nachteile:
- Die Effizienz von Luft/Wasser-Wärmepumpen kann bei sehr niedrigen Außentemperaturen sinken, was zu einem höheren Stromverbrauch führt
- Schallthematik an der Grundstücksgrenze (bis 55 dB(A))
- Luft-Wasser-Wärmepumpen haben jedoch eine geringere Effizienz bei kaltem Wetter
In der Praxis decken Luftwärmepumpen mit 5–12 kW Leistung die meisten Einfamilienhäuser ab. Mit einem Marktanteil von rund 90 % in Deutschland sind Luft/Wasser-Wärmepumpen die dominierende Bauart. Für selbstgenutzte Bestandsgebäude kann der Heizungstausch über die KfW mit bis zu 70 % Zuschuss gefördert werden.
Sole/Wasser-Wärmepumpe (Erdwärmepumpe)
Die Sole Wasser Wärmepumpe nutzt Erdwärme über vertikale Erdsonden (50–150 m tief) oder horizontale Erdkollektoren (1,2–1,5 m Tiefe). Erdwärmepumpen sind effizient, da das Erdreich ganzjährig eine nahezu konstante Temperatur hat – in Deutschland etwa 7–13 °C.
Vorteile:
- Erdwärmepumpen haben Vorteile wie hohe Effizienz und Langlebigkeit
- Sole/Wasser-Wärmepumpen und Wasser/Wasser-Wärmepumpen gelten als die effizientesten Wärmepumpenarten, da sie konstante Temperaturen aus dem Erdreich nutzen können
- Typische JAZ von 4–5
- Sehr leiser Betrieb (<45 dB innen)
- Sondenlebensdauer über 50 Jahre
Nachteile:
- Erdwärmepumpen erfordern jedoch hohe Erschließungskosten und Genehmigungen
- Für die Installation einer Sole/Wasser-Wärmepumpe sind umfangreiche Erdarbeiten erforderlich, einschließlich der Genehmigung für Tiefenbohrungen, die bis zu 100 Meter tief sein können
- Sole/Wasser-Wärmepumpen nutzen die im Erdreich gespeicherte Wärme und sind aufgrund der konstanten Temperaturen im Erdreich besonders effizient, erfordern jedoch umfangreiche Installationsarbeiten
- Nicht überall möglich (Wasserschutzgebiete, Bergbaugebiete)
Investitionskosten liegen bei 25.000–40.000 €. Enwendo unterstützt bei der Prüfung von Bohrgenehmigungen, Dimensionierung der Sonden und Abstimmung mit Bohrfirmen.
Wasser/Wasser-Wärmepumpe (Grundwasserwärmepumpe)
Die Wasser Wasser Wärmepumpe – auch Grundwasser Wärmepumpe genannt – nutzt Grundwasser mit ganzjährig konstanten 8–12 °C als Wärmequelle. Wasser/Wasser-Wärmepumpen nutzen Grundwasser als Wärmequelle und gelten als die effizientesten Wärmepumpen, da Grundwasser ganzjährig konstante Temperaturen aufweist.
Vorteile:
- Höchste Effizienz aller elektrischen Wärmepumpen (COP 5–6, JAZ >5)
- Die Jahresarbeitszahl ist ein Maß für die Effizienz von Wärmepumpen und variiert je nach Wärmepumpentyp: Erdwärme/Grundwasser sind effizienter als Luft
- Ideal für Mehrfamilienhäuser und Gebäude mit hoher Heizlast
Nachteile:
- Wasser/Wasser-Wärmepumpen benötigen zwei Brunnen: einen Saugbrunnen zur Entnahme des Grundwassers und einen Schluckbrunnen zur Rückführung des abgekühlten Wassers, was eine wasserrechtliche Genehmigung erfordert
- Anforderungen an Wasserqualität (Eisen/Mangan <0,2 mg/l)
- Kosten 30.000–50.000 €
Diese Wasserwärmepumpe lohnt sich vor allem, wo Erfahrungen mit Brunnen oder Wasseranalysen vorliegen. Enwendo erstellt zunächst eine Standortanalyse und Wirtschaftlichkeitsvergleich zu anderen Systemen.
Luft/Luft-Wärmepumpe
Luft Luft Wärmepumpen übertragen Wärme direkt von Außenluft auf Zuluft, ohne wasserführendes Heizsystem. Luft/Luft-Wärmepumpen unterscheiden sich von anderen Wärmepumpenarten, da sie die Wärme direkt an die Raumluft abgeben und kein wasserführendes Heizsystem benötigen.
Einsatzfelder: Sehr gut gedämmte Neubauten (Passivhäuser) mit geringem Heizwärmebedarf unter 15 kWh/m²a und mechanischer Lüftung.
Vorteile:
- Keine Heizungsrohre erforderlich
- Oft integrierte Kühlfunktion
- Schneller Regelkomfort
Limitationen: In deutschen Bestandsgebäuden meist nicht als alleiniger Wärmeerzeuger geeignet und keine klassische Warmwasserbereitung.
Wärmepumpenarten: Abluft- und Brauchwasser-Wärmepumpe
Neben den Hauptarten gibt es Speziallösungen für Abluft und Trinkwarmwasser. Hybrid-Wärmepumpen kombinieren eine Wärmepumpe mit einem bestehenden Heizsystem, während Brauchwasserwärmepumpen ausschließlich zur Erwärmung von Trinkwasser dienen. Diese Systeme dienen in Sanierungskonzepten oft als Baustein zur Nutzung von Abwärme.
Abluftwärmepumpe
Die Luft Wärmepumpe in dieser Variante nutzt warme Abluft aus Küche, Bad und Wohnräumen (typisch 20–23 °C) als Wärmequelle.
Einsatz: Vor allem im Neubau mit kontrollierter Wohnraumlüftung.
Vorteile: Sehr hohe Effizienz bei Warmwasserbereitung, kompakte Einheiten.
Nachteile: Deckt in klassischen Bestandsgebäuden selten die gesamte Heizlast.
Enwendo nimmt Abluftwärmepumpen ins Sanierungskonzept auf, wenn geplante Lüftungsanlagen im iSFP vorgesehen sind.
Brauchwasser-Wärmepumpe
Die Warmwasser Wärmepumpe ist eine kleine Luft/Wasser-Wärmepumpe nur für Trinkwarmwasser mit integriertem Speicher (200–300 l). Als Energiequelle dient Raumluft (Kellerluft 15–20 °C) oder Außenluft.
Einsatz: Sinnvoll, wenn die Heizung noch fossile Technik nutzt, aber Warmwasser effizienter erzeugt werden soll.
Vorteile:
- Deutliche Reduktion des Verbrauchs von Gas oder Öl
- Einfache Nachrüstung
- Kosten nur 3.000–6.000 €
- Wirtschaftlich bei 3–5-Personen-Haushalten
Bauarten von Luft/Wasser-Wärmepumpen: Monoblock vs. Split
Da Luft/Wasser-Systeme mit 80–90 % Marktanteil dominieren, spielt die Bauart in der Praxis eine große Rolle. Beide basieren auf der gleichen Funktion, unterscheiden sich aber in der Aufteilung des Kältekreises.
Monoblock-Wärmepumpe
Bei der Monoblock Wärmepumpe befindet sich der komplette Kältekreislauf in einem Gerät. Nur Heizungswasser wird zwischen Wärmepumpe und Haus geführt.
Vorteile:
- Kein Kälteschein für Installateur nötig
- Weniger Kältemittel
- Einfache Montage
Nachteile:
- Außengeräte witterungsexponiert
- Schallquelle außen
- Frostgefährdete Leitungen müssen gut gedämmt werden
Oft empfehlen sich Monoblock-Systeme bei Einfamilienhäusern mit klarer Außenaufstellfläche im Garten.
Split-Wärmepumpe
Das System besteht aus einer Außen- und Inneneinheit. Der Kältekreislauf ist auf beide Geräte verteilt, weshalb die Installation durch einen Fachbetrieb erfolgen muss.
Vorteile:
- Empfindliche Technik geschützt im Innenraum
- Geringere Geräusche außen
- Kürzere frostgefährdete Wasserwege
Nachteile:
- Installation nur durch Fachbetrieb mit Kälteschein
- Mehr Kältemittel nötig
Splitanlagen empfehlen sich bei engen städtischen Reihenhaus-Lagen mit strengen Schallauflagen.
Vor- und Nachteile der Wärmepumpen-Arten im Überblick
Es gibt keine „beste” Wärmepumpe für alle Fälle. Die Effizienz von Wärmepumpen, gemessen an der Jahresarbeitszahl (JAZ), zeigt, dass sie mit einem geringem Stromverbrauch eine hohe Menge an Heizwärme aus Umweltenergie erzeugen können, was ihre Umweltfreundlichkeit unterstreicht.
Luft/Wasser:
- ✓ Geringste Investition (200–300 €/kW)
- ✓ Einfache Nachrüstung
- ✗ Etwas schlechtere Effizienz
- ✗ Schallthema bei dichter Bebauung
Sole/Wasser:
- ✓ Sehr effizient und leise
- ✓ Hohe Lebensdauer (>25 Jahre)
- ✗ Hohe Anfangskosten (400–600 €/kW)
- ✗ Genehmigungsaufwand
Wasser/Wasser:
- ✓ Höchste Effizienz
- ✗ Hoher Planungs- und Genehmigungsaufwand
- ✗ Abhängig von Wasserqualität
Wärmepumpen nutzen kostenlose und unbegrenzt verfügbare Umweltwärme, was sie ökologisch vorteilhaft macht, insbesondere im Vergleich zu fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas. Die CO2-Bilanz von Wärmepumpen ist im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen deutlich besser, da sie keine Feinstaubemissionen verursachen und die Umweltwärme effizient nutzen.
Welche Art von Wärmepumpe passt zu Neubau oder Bestandsgebäude?
Die Wahl der Wärmepumpenarten unterscheidet sich erheblich zwischen Neubau und Sanierung.
Checkliste vor der Energieberatung:
- [ ] Platz im Garten für Außengerät?
- [ ] Kellerhöhe für Innengeräte ausreichend?
- [ ] Zugang für Bohrgerät bei Erdwärme?
- [ ] Nähe zu Grundwasser bekannt?
- [ ] Aktuelle Heizkosten dokumentiert?
Neubau: maximale Wahlfreiheit bei Wärmepumpen
Im Neubau kann die Wärmepumpe von Anfang an mit Dämmstandard, Fensterqualität, Fußbodenheizung und Lüftung abgestimmt werden. Erdwärmepumpen und Wasser/Wasser-Systeme sind besonders attraktiv, wenn Grundstück und Behörden es erlauben.
Luft/Wasser-Wärmepumpen sind auch im Neubau verbreitet, weil sie Investitionskosten senken. Enwendo unterstützt Eigentümer im Bestand bei der energetischen Sanierung und beim passenden Wärmepumpenkonzept inklusive Fördermittelstrategie.
Eine Wärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik kann die Energiekosten deutlich senken. Die tatsächliche Ersparnis hängt vom Gebäude, Verbrauch und Eigenstromanteil ab.
Sanierung & Altbau: Wärmepumpen richtig nachrüsten
Typische Herausforderungen im Altbau sind hohe Vorlauftemperaturen, alte Heizkörper und fehlende Dämmung. Eine energetische Bewertung (z.B. Enwendo-iSFP) legt die sinnvolle Reihenfolge fest: Dämmung, Fenster, Heizflächen, dann Wärmepumpe.
Viele Altbauten können nach moderater Sanierung gut mit Luft/Wasser-Wärmepumpen versorgt werden. In sehr kalten Regionen oder bei begrenztem Budget können bivalente Lösungen (Wärmepumpe + bestehender Kessel) sinnvoll sein.
Praxisbeispiel: Einfamilienhaus Baujahr 1970, 120 m², nach Sanierung Luft/Wasser-Wärmepumpe 6 kW – Reduktion des Heizenergieverbrauchs um 65 % auf 35 kWh/m²a.
Energieberatung mit Enwendo: So finden wir die passende Wärmepumpen
Die Wahl der richtigen Wärmepumpenart ist eine klassische Aufgabe der unabhängigen Energieberatung. Enwendo geht in fünf Schritten vor:
- Bestandsaufnahme vor Ort – Grundriss, Heizkosten, Dämmzustand
- Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – typisch 40–60 W/m² nach Sanierung
- Analyse der Wärmequellen – Luft, Erd, Wasser inkl. Genehmigungsprüfung
- Variantenvergleich – Investitionen vs. Betriebskosten (z.B. 800 €/Jahr vs. 600 €)
- Fördermittel-Check – BAFA-Antrag, KfW-Programme, iSFP-Bonus
Enwendo begleitet den kompletten Förderprozess und prüft Angebote von Heizungsbauern herstellerunabhängig. Fokus liegt auf langfristiger Effizienz, CO2-Einsparung und einer verbesserten energetischen Qualität des Gebäudes.
Viele Eigentümer fragen zuerst: Welche Wärmepumpe ist die beste? Die bessere Frage lautet: Welche Wärmepumpe passt zu meinem Haus? Nicht jedes Gebäude braucht die technisch aufwendigste Lösung. Oft ist das wirtschaftlichste System auch das sinnvollste – wenn Planung, Heizlast und Förderung stimmen.
Jan Wanderer
Energie-Experte bei Enwendo
Fazit: Die passende Wärmepumpen-Art mit System wählen
Die Wahl zwischen den Wärmepumpen Arten – Luft/Wasser, Sole/Wasser, Wasser/Wasser oder Spezialformen – hängt vom Gebäudekontext, Budget und Grundstück ab. Ohne gründliche Analyse besteht die Gefahr einer unter- oder überdimensionierten Anlage.
Enwendo unterstützt Hausbesitzer in ganz Deutschland dabei, ein individuelles, förderoptimiertes Wärmepumpen-Konzept zu entwickeln – von der Heizlastberechnung bis zur Auszahlung der Bundesförderung.
Die Kombination aus Wärmepumpe + Photovoltaik + Speichersystem wird in den kommenden Jahren zum Standard für nachhaltiges Heizen im Zuhause – ein Thema, das wir in weiteren Beiträgen vertiefen!
Häufige Fragen zu Arten von Wärmepumpen
Die vier wichtigsten Arten von Wärmepumpen sind Luft/Wasser-, Sole/Wasser-, Wasser/Wasser- und Luft/Luft-Wärmepumpen. Zusätzlich gibt es Speziallösungen wie Brauchwasser- oder Abluftwärmepumpen.
In vielen Bestandsgebäuden ist die Luft/Wasser-Wärmepumpe die praktikabelste Lösung, weil keine Bohrungen nötig sind. Ob sie sinnvoll arbeitet, hängt jedoch von Dämmung, Heizkörpern und Vorlauftemperatur ab.
Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen erreichen oft besonders hohe Effizienzwerte, weil Erdreich und Grundwasser ganzjährig relativ konstante Temperaturen bieten.
Luft/Wasser-Wärmepumpen sind meist die günstigste Hauptlösung. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen kosten durch Bohrungen, Brunnen oder Erdarbeiten in der Regel mehr. Die genauen Kosten hängen vom Gebäude und der Leistung ab.
Die Luft/Wasser-Wärmepumpe gilt meist als am einfachsten nachrüstbar, da sie ohne Erdsonden oder Brunnen auskommt. Deshalb wird sie besonders häufig in Sanierungen eingesetzt.