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Warum Energieeffizienz für Hauseigentümer jetzt entscheidend ist

Jan Wanderer
Jan Wanderer
Energie-Experte bei Enwendo
Stand: 8 Min. Lesezeit

Seit 2021 belasten hohe Energiepreise viele Haushalte; zugleich verfolgt die Bundesregierung ehrgeizige Klimaziele bis 2045. In Deutschland werden rund 50 Prozent der Endenergie in Gebäuden verbraucht, wobei der Großteil für Heizung und Warmwasser verwendet wird; über 90 Prozent dieser Energie entfallen auf Wärmeanwendungen. Viele Wohngebäude liegen im Energieausweis in der Energieeffizienzklasse E–H. Daher ist es jetzt entscheiden, seine Energieeffizienz nachhaltig zu steigern. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie!

Das Wichtigste in Kürze

  • Energieeffizienz im Bestand bedeutet: weniger Energieverbrauch bei gleichem oder höherem Wohnkomfort. Besonders wichtig sind Gebäudehülle, Heizung, Fenster und Regelungstechnik.
  • Viele ältere Wohngebäude verbrauchen unnötig viel Heizenergie, weil Dach, Fassade, Kellerdecke oder Fenster nicht ausreichend gedämmt sind.
  • Die Energieeffizienz-Expertenliste hilft Eigentümern, qualifizierte Fachleute für iSFP, BEG-Förderung und energetische Sanierung zu finden.
  • Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind Zuschüsse für Dämmung, Fenster, Heizungsoptimierung und weitere Einzelmaßnahmen möglich.
  • Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) zeigt, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind und kann zusätzliche Fördervorteile bringen.
  • Wichtig ist die richtige Reihenfolge: Erst Gebäudezustand prüfen, dann Sanierung planen, Angebote einholen und Förderantrag vor Auftragstellung einreichen.
  • Enwendo begleitet Eigentümer von der Energieberatung über den iSFP bis zur Fördermittelbeantragung und Angebotsprüfung.

So gehen Sie vor

  1. Energieausweis und Verbrauch prüfen
    Sammeln Sie Heizkostenabrechnungen, Energieausweis und Informationen zu Baujahr, Heizung, Fenstern und Dämmung.
  2. Qualifizierte Energieberatung einbinden
    Nutzen Sie die Energieeffizienz-Expertenliste oder lassen Sie Enwendo prüfen, welcher Experte für Ihr Sanierungsvorhaben passt.
  3. Gebäude ganzheitlich analysieren lassen
    Dach, Fassade, Kellerdecke, Fenster, Heizung und Lüftung sollten gemeinsam betrachtet werden, damit keine falsche Reihenfolge entsteht.
  4. iSFP erstellen lassen
    Ein individueller Sanierungsfahrplan zeigt sinnvolle Schritte, Kosten, Einsparpotenziale und mögliche Förderungen.
  5. Förderung vor Auftragstellung beantragen
    BEG-Zuschüsse müssen in der Regel vor Beginn der Maßnahme beantragt werden. Sonst kann der Anspruch verloren gehen.
  6. Angebote fachlich vergleichen
    Vergleichen Sie nicht nur Preise, sondern auch Dämmwerte, technische Ausführung, Förderfähigkeit und langfristige Wirtschaftlichkeit.
  7. Sanierung Schritt für Schritt umsetzen
    Starten Sie mit den Maßnahmen, die technisch und wirtschaftlich den größten Nutzen bringen – zum Beispiel Dämmung, Fenster, Heizungsoptimierung oder Heizungstausch.

Was bedeutet Energieeffizienz im Wohngebäude konkret?

Energieeffizienz bezeichnet das Verhältnis von eingesetzter Energie zu erzieltem Nutzen und bezieht sich auf Geräte oder Gebäude, die mit geringerem Energieaufwand eine vergleichbare oder bessere Leistung erzielen. Der Energieausweis ist seit 2014 für Gebäude in Deutschland Pflicht und dient der Bewertung der Energieeffizienz von Immobilien. Die Einstufung erfolgt von A+ bis H; ein gut modernisiertes Gebäude verbraucht 50 bis 60 kWh/m²a. Berücksichtigt werden Zustand, Wärmedämmung, Gebäudedichtheit und Anlagentechnik.

Ein Haus von 1965 ohne Dämmung hat oft hohen Energiebedarf, Energieverschwendung und hohe Energiekosten; ein modernisiertes Effizienzhaus 70/55 bietet mehr Wärme, Komfort und Wert der Immobilie. Stellschrauben sind:

  • Dach, Fassade, Kellerdecke, Fenster
  • Heizungsanlagen, Wärmepumpe, Energieträger
  • Digitale Regelung, Heizungsoptimierung
  • LED: Alte Glühbirnen sollten durch LED-Beleuchtung ersetzt werden, da diese bis zu 80 % weniger Strom für gleiche Helligkeit benötigen. Umstellung auf LED-Systeme in der Beleuchtung wird empfohlen, kombiniert mit Bewegungsmeldern und Tageslichtsteuerungen.
  • Durchflussbegrenzer oder moderne Sparduschköpfe reduzieren den Warmwasserverbrauch deutlich.

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Energieeffizienz-Expertenliste: So finden Eigentümer die richtigen Fachleute

Die Energieeffizienz-Expertenliste der dena ist ein bundesweites Verzeichnis qualifizierter Experten für Wohngebäude, Nichtwohngebäude sowie Anlagen & Prozesse. Mehr als 22.000 Fachleute sind gelistet; für viele BEG-Programme ist diese Listung Voraussetzung. Alle Enwendo-Energieberater sind zertifizierte Energe-Effizienz-Experten und begleiten vom Start bis zur Bundesförderung.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Welche Zuschüsse sind für Eigentümer möglich?

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude unterstützt Neubau, Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie Einzelmaßnahmen zur Modernisierung. Gefördert werden Dämmung, Fenster, Außentüren, Solarthermie, Wärmepumpen und Heizungsoptimierung.

Die BEG fördert auch die Energieberatung durch qualifizierte Fachkräfte, um die Energieeffizienz zu steigern und erneuerbare Energien zu fördern. Worst-Performing-Buildings, etwa Klasse H, können zusätzliche Sanierungsförderung erhalten. Laut Energieeffizienzgesetz der Bundesregierung soll der Primärenergieverbrauch bis 2030 um mindestens 26,5 Prozent im Vergleich zu 2008 und bis 2045 um 45 Prozent reduziert werden; Förderprogramme wie die BEG unterstützen dieses Ziel. (Siehe auch  BAFA Energieberatung)

Energieeffizienz im Bestand

Typische Effizienzmaßnahmen im Bestand: Dämmung, Fenster, Heizung, Regelung

Schätzungen zufolge sind in Deutschland etwa 24 Millionen Gebäude energetisch sanierungsbedürftig; in schlecht gedämmten Gebäuden sind Einsparungen von 60 bis 80 Prozent möglich. Eine energetische Sanierung kann durch Dämmung, Austausch von Fenstern und Optimierung von Heizungsanlagen die Energieeffizienz erheblich steigern. Bereits 1 °C niedrigere Raumtemperatur spart etwa 6 % Heizenergie.

Dach- und Fassadendämmung

Dach, oberste Geschossdecke und Fassade sind große Verlustflächen. Dämmarten wie Aufsparrendämmung, Zwischensparrendämmung, WDVS und Kellerdeckendämmung senken den Verbrauch und verbessern den Energieausweis.

Vorteile:

  • Weniger Energiebedarf
  • Mehr Wohnkomfort
  • Höherer Immobilienwert
  • Bessere Effizienz und Klimaschutz

Fenster erneuern und Wärmebrücken reduzieren

Alte Einfach- oder Isolierglasfenster verlieren viel Wärme; moderne Dreifachverglasung erreicht oft 0,8–1,0 W/m²K.

Einbau neuer Fenster

Heizungstausch, Wärmepumpe und Hybridlösungen

Viele Öl- und Gasgeräte sind über 20 Jahre alt. Neuere Wärmepumpen nutzen Technologien mit COP 3–4; sinnvoll sind auch niedrige Vorlauftemperaturen, eine gute Dämmung und die passende Energieversorgung. Photovoltaikanlagen können zur Deckung des eigenen Energiebedarfs installiert werden.

Digitale Thermostate, hydraulischer Abgleich und smarte Regelung

Smarte Thermostate steuern Räume nach Bedarf, Zeitprogramm und Abwesenheit. Der hydraulische Abgleich verteilt Wasser korrekt. Solche Investitionen sind oft günstig, förderfähig und ein guter Einstieg ins Energiesparen.

Tipp

Die Dämmung der Kellerdecke gehört zu den oft unterschätzten Maßnahmen für mehr Energieeffizienz im Bestand. Sie ist vergleichsweise kostengünstig, schnell umgesetzt und kann spürbar dazu beitragen, Wärmeverluste über den Fußboden zu reduzieren. Gleichzeitig steigt der Wohnkomfort, weil die Böden im Erdgeschoss weniger kalt wirken. Gerade bei älteren Häusern bietet diese Maßnahme häufig ein sehr gutes Verhältnis von Kosten und Nutzen.

Energieberatung mit Enwendo: Vom ersten Gespräch zum Sanierungsfahrplan

Eine Energieberatung umfasst eine Vor-Ort-Begehung, Analyse von Gebäudedaten, Energieverbrauch, Identifizierung von Schwachstellen und das Erstellen eines geeigneten Maßnahmenpakets. Der iSFP ordnet die Schritte über mehrere Jahre: zum Beispiel erfolgt erst die Dachsanierung, dann die Fenster, dann die Heizung. Enwendo prüft gern für Sie Handwerkerangebote, BAFA-/KfW-Anträge und erstellt Nachweise bis zur Auszahlung.

Warum sich eine frühzeitige Beratung finanziell lohnt

Ohne Planung drohen falsche Reihenfolge und verlorene Zuschüsse. Mit iSFP steigen förderfähige Kosten oft von 30.000 auf 60.000 € je Wohneinheit; Auch die Beratung wird selbst gefördert. Auch kleine Budgets lassen sich staffeln.

Politische Ziele, Förderlandschaft und Ausblick: Wohin entwickelt sich die Energieeffizienz?

Das Umweltbundesamt, die dena und der Bund betonen: Energieeffizienz ist ein zentraler Faktor der Energiewende. Seit 2020 ändern sich Programme, BEG-Regeln und technische Anforderungen regelmäßig. Im Trend liegen immer mehr Wärmepumpen, PV-Speicher, Smart Meter und Gebäudeautomation.

Auch Unternehmen profitieren: Die Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen senkt Betriebskosten und CO₂-Emissionen erheblich. Energieaudits nach DIN EN 16247 zeigen konkrete Einsparpotenziale in Produktion und Verwaltung auf. Energiespar-Contracting ermöglicht die Auslagerung von Effizienzmaßnahmen an spezialisierte Dienstleister, die Investitionen finanzieren und über eingesparte Energiekosten refinanzieren. Die Einführung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001 schafft Transparenz und hilft, kontinuierlich Energie einzusparen. 

Energieeffizienz beginnt nicht mit einer einzelnen Maßnahme, sondern mit einem klaren Blick auf das gesamte Gebäude. Wer zuerst die Heizung tauscht, obwohl Dach, Fenster oder Fassade große Wärmeverluste verursachen, verschenkt oft Potenzial. Ein guter Sanierungsfahrplan sorgt dafür, dass Eigentümer Schritt für Schritt sinnvoll investieren – technisch sauber und förderfähig.

Jan Wanderer

Energie-Experte bei Enwendo

Fazit: Mit Enwendo Schritt für Schritt zum energieeffizienten Zuhause

Energieeffizienz senkt Kosten, stärkt Komfort, schützt Ressourcen und Umwelt und erhöht den Wert Ihrer Immobilie. Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch!

Häufige Fragen zur Energieeffizienz im Bestand

Was bedeutet Energieeffizienz bei einem Wohngebäude?

Energieeffizienz bedeutet, dass ein Haus möglichst wenig Energie für Heizung, Warmwasser und Strom benötigt, ohne dass Wohnkomfort verloren geht. Entscheidend sind Dämmung, Fenster, Heizung und Regelungstechnik.

Wofür brauche ich die Energieeffizienz-Expertenliste?

Für viele Förderprogramme müssen Eigentümer einen gelisteten Energieeffizienz-Experten einbinden. Die Liste hilft, qualifizierte Fachleute für Energieberatung, iSFP und BEG-Anträge zu finden.

Welche Maßnahmen verbessern die Energieeffizienz am stärksten?

Besonders wirksam sind Dach- und Fassadendämmung, neue Fenster, Kellerdeckendämmung, Heizungsoptimierung und der Austausch alter Heizungen.

Warum ist ein iSFP sinnvoll?

Ein individueller Sanierungsfahrplan zeigt, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind. Er hilft, Kosten zu planen, Förderungen besser zu nutzen und Sanierungsfehler zu vermeiden.

Wann muss ich die Förderung beantragen?

In der Regel muss der Förderantrag vor Auftragserteilung gestellt werden. Wer zu früh unterschreibt oder mit der Maßnahme beginnt, riskiert den Zuschuss.

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