Stand: 29.01.2026
Deutschland muss sich derzeit mit einem anhaltenden Rückgang der Windstromproduktion auseinandersetzen. Trotz eines starken Ausbaus der Windkraftkapazitäten produzierten die Anlagen im Jahr 2025 weniger Strom als erwartet, und dieser Trend setzt sich auch zu Beginn von 2026 fort. Das hat erhebliche Folgen für die Energiewende – und beeinflusst insbesondere die Rolle erneuerbarer Energie in der Wärme- und Stromversorgung.
Windenergie unter dem Erwartungswert
Nach einer aktuellen internationalen Reuters-Analyse blieb die Stromproduktion aus Windkraft im Jahr 2025 unter dem Niveau der Vorjahre. Die Gründe:
- anhaltend niedrige Windgeschwindigkeiten
- saisonale Effekte
- technische Herausforderungen bei der Netzanbindung
Selbst mit zusätzlichen Kapazitäten konnte der Output nicht signifikant gesteigert werden. Prognosen deuten darauf hin, dass dieser Trend zu Beginn des Jahres 2026 anhält.
Folgen für den Energiemix
Die schwache Windproduktion hat mehrere direkte Effekte:
- mehr fossile Erzeugung zur Absicherung der Stromversorgung
- höhere Emissionen, da Gaskraftwerke stärker einspringen müssen
- Belastungen für Strompreise und Versorgungssicherheit
Gerade in Zeiten, in denen der Ausbau erneuerbarer Energien eine zentrale Rolle bei der Energiewende spielt, wirft dieser Rückschlag Fragen hinsichtlich Netzausbau, Speichertechnologien und Lastmanagement auf.
Was das für Verbraucher und Modernisierer bedeutet
Für Haushalte und Eigentümer, die über energetische Sanierung oder einen Heizungstausch nachdenken, hat die Entwicklung klare Implikationen:
- Ein stabiler Anteil erneuerbarer Produktion wird zunehmend wichtig für kosteneffiziente Wärme- und Stromversorgung.
- Energetische Sanierung und Stromerzeugung vor Ort (z. B. PV + Speicher) können helfen, sich gegen volatile Energiepreise und schwankende Erzeugung abzusichern.
- Netzausbau und Speicherinvestitionen werden politisch und wirtschaftlich an Bedeutung gewinnen.
👉 Tipp: Kombinieren Sie energetische Sanierung mit dezentraler Stromproduktion und modernem Heizungssystem, um künftig unabhängiger von unregelmäßigen Windstrommengen zu werden.