Stand: 23.01.26
Der deutsche Heizungsmarkt hat einen messbaren Wendepunkt erreicht. Im Jahr 2025 wurden erstmals mehr Wärmepumpen verkauft als neue Gasheizungen. Aktuelle Auswertungen zeigen rund 284.000 verkaufte Wärmepumpen gegenüber etwa 230.000 neuen Gasheizungen. Die Zahlen stammen aus einer diese Woche veröffentlichten Branchenanalyse und machen deutlich: Die Heizungswende ist nicht mehr nur politisches Ziel, sondern Marktrealität.
Die aktuellen Zahlen
Die Marktdaten beziehen sich auf Verkäufe im Gesamtjahr 2025. Entscheidend ist dabei nicht, dass Gasheizungen verschwunden wären, sondern dass bei Neuinstallationen die Präferenzen klar kippen. Wärmepumpen ziehen erstmals an fossilen Systemen vorbei – trotz eines insgesamt herausfordernden Marktumfelds.
Mehrere Faktoren tragen dazu bei:
- steigende CO₂-Kosten für fossile Energieträger,
- attraktive Förderbedingungen für Wärmepumpen,
- zunehmende Unsicherheit, wie lange sich Investitionen in Gasheizungen noch rechnen,
- sowie eine wachsende Angebots- und Planungskompetenz im Handwerk für erneuerbare Heizsysteme.
Wichtig für die Einordnung: Die Zahlen sind kein kurzfristiger Ausreißer, sondern Ergebnis eines Trends, der sich bereits über mehrere Quartale abgezeichnet hat.
Warum dieser Wendepunkt für Eigentümer relevant ist
Für Eigentümer und Sanierer sind diese Zahlen mehr als eine Branchenmeldung. Sie verändern die Rahmenbedingungen für Entscheidungen, die heute getroffen werden müssen – mit Wirkung über 15 bis 25 Jahre.
Denn der Markt reagiert:
- Hersteller priorisieren zunehmend Wärmepumpen-Produktlinien.
- Installationsbetriebe bauen Kapazitäten gezielt in diesem Bereich auf.
- Ersatzteile, Wartung und Service für fossile Systeme könnten perspektivisch teurer oder knapper werden.
Gleichzeitig bleiben Wärmepumpen nicht nur aus regulatorischer Sicht attraktiv, sondern gewinnen auch wirtschaftlich an Boden – insbesondere in Kombination mit Photovoltaik und moderater Gebäudesanierung.
Was das für Ihre Heizungsplanung bedeutet
Die aktuellen Zahlen liefern ein klares Signal: Die Frage ist nicht mehr, ob sich der Markt Richtung Wärmepumpe bewegt, sondern wie schnell. Für Eigentümer bedeutet das:
- Entscheidungen sollten zukunftsfest getroffen werden, nicht nur mit Blick auf den Anschaffungspreis.
- Wer jetzt plant, kann Förderungen gezielt nutzen und die Heizlösung an den Zustand des Gebäudes anpassen.
- Abwarten birgt Risiken: steigende Preise, längere Lieferzeiten oder eingeschränkte Auswahl.
Gerade im Bestand zeigt sich zunehmend, dass Wärmepumpen früher einsetzbar sind als lange angenommen – vorausgesetzt, Auslegung und Planung erfolgen sauber.
Unser Tipp: Nutzen Sie die aktuelle Marktlage, um Ihre Heizungsentscheidung auf eine belastbare Grundlage zu stellen. Eine individuelle Prüfung zeigt, ob und unter welchen Bedingungen eine Wärmepumpe für Ihr Gebäude technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
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