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Beste Wärmedämmung innen: Innendämmung richtig planen und umsetzen

Jan Wanderer
Jan Wanderer
Energie-Experte bei Enwendo
Stand: 16 Min. Lesezeit

Wer die beste Wärmedämmung für Innenwände sucht, wird schnell feststellen: Die ideale Lösung gibt es nicht pauschal. Welche Innendämmung am besten geeignet ist, hängt unter anderem vom Wandaufbau, den Feuchtigkeitsverhältnissen, dem verfügbaren Platz und den individuellen Sanierungszielen ab. Gerade bei Altbauten oder denkmalgeschützten Gebäuden kann die Innendämmung eine sinnvolle Möglichkeit sein, den Energieverbrauch zu senken und den Wohnkomfort zu erhöhen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Dämmmethoden und Dämmstoffe zur Verfügung stehen, mit welchen Kosten Sie rechnen sollten, welche Förderungen möglich sind und welche Fehler Sie bei der Planung und Umsetzung vermeiden sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die beste Wärmedämmung innen hängt immer vom Gebäude ab – entscheidend sind Feuchtigkeit, Wandaufbau, Platzangebot und Budget.
  • Für viele Altbauten eignen sich kapillaraktive und diffusionsoffene Systeme wie Kalziumsilikat-, Mineralschaum- oder Holzfaserplatten besonders gut.
  • Innendämmung ist vor allem sinnvoll, wenn eine Außendämmung technisch, rechtlich oder optisch nicht möglich ist – etwa bei Denkmalschutz oder Grenzbebauung.
  • Typische Dämmstärken liegen bei 40 bis 100 mm. Mehr Dämmung ist innen nicht automatisch besser, da sich sonst der Taupunkt ungünstig verschieben kann.
  • Fehler bei Luftdichtheit, Anschlüssen oder Feuchteschutz können Schimmel und Bauschäden verursachen. Eine professionelle Planung ist deshalb besonders wichtig.
  • Die Kosten für fachgerechte Innendämmung liegen meist zwischen 80 und 200 € pro Quadratmeter. Förderungen über BAFA und KfW sind möglich.
  • Enwendo unterstützt bei Feuchteanalyse, U-Wert-Berechnung, Materialwahl, Fördermitteln und der Planung eines sicheren Innendämmsystems.

So gehen Sie vor

  1. Gebäudezustand prüfen lassen
    Lassen Sie Wandaufbau, Feuchtigkeit, Wärmebrücken und Schimmelrisiken analysieren, bevor Sie ein Dämmsystem auswählen.
  2. Passendes Innendämmsystem wählen
    Entscheidend ist, ob kapillaraktive Platten, Vorsatzschalen oder Verbundplatten für Ihr Gebäude geeignet sind.
  3. Dämmstärke berechnen lassen
    Die optimale Dämmstoffdicke sollte immer individuell berechnet werden, damit keine Tauwasserprobleme entstehen.
  4. Feuchteschutz sorgfältig planen
    Besonders Anschlüsse an Fenster, Decken und Innenwände müssen luftdicht und wärmebrückenarm ausgeführt werden.
  5. Fördermöglichkeiten prüfen
    Für Innendämmung sind häufig Zuschüsse über die BEG-Förderung möglich. Ein iSFP kann zusätzliche Fördervorteile bringen.
  6. Erfahrene Fachbetriebe beauftragen
    Innendämmung erfordert präzise Ausführung. Fehler bei Dampfbremse oder Luftdichtheit führen oft zu teuren Folgeschäden.
  7. Gesamtsanierung mitdenken
    Häufig lohnt sich die Kombination mit neuen Fenstern, Lüftungskonzepten oder Heizungsoptimierung für bessere Ergebnisse.

Kurze Zusammenfassung: Was ist die beste Wärmedämmung innen?

In vielen Altbauten sind kapillaraktive, diffusionsoffene Systeme wie Kalziumsilikat, Mineralschaum oder Holzfaser die sicherste Lösung. Sie können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, senken den Wärmeverlust und verbessern das Raumklima. Enwendo hilft als Energieberater, das passende Dämmsystem für Ihr Haus zu berechnen.

  • Bei der Auswahl einer Innendämmung spielen vor allem drei Faktoren eine entscheidende Rolle: eine dauerhaft sichere Feuchteregulierung, die gewünschte Dämmwirkung sowie der Platz, der für den Aufbau der Dämmung an der Innenwand zur Verfügung steht.
  • In typischen Gebäuden von 1900–1980 sind 40–80 mm Innendämmung oft ein guter Kompromiss.
  • Diffusionsoffene und kapillaraktive Materialien sind für die innere Wärmedämmung geeignet, da sie Tauwasserbildung und Schimmelbildung verhindern.
  • Die Dämmstärke für Innendämmung sollte idealerweise zwischen 40 und 100 mm liegen, abhängig vom verwendeten Dämmmaterial und den energetischen Anforderungen.
Wärmedämmung mit Mineralwolle

Warum eine gute Wärmedämmung innen so wichtig ist

Ein unsanierter Altbau von 1965 mit ungedämmten Außenwänden verbraucht oft über 200 kWh/(m²·a) Energie. Eine Innendämmung reduziert Wärmeverluste über die Außenwände, erhöht die Oberflächentemperatur der Innenwand und macht Räume behaglicher.

  • Eine Innendämmung senkt die Heizkosten, da weniger Heizenergie durch Außenwände verloren geht, was auch den CO2-Ausstoß reduziert und die Umweltbelastung verringert.
  • Die Innendämmung verbessert das Wohnklima, indem sie die Temperatur im Raum stabil hält und die Wände nicht kalt anfühlen lässt.
  • Warme Oberflächen verringern Kondenswasser und Schimmelbefall hinter Möbeln.
  • Innendämmung ist besonders vorteilhaft für Altbauten und denkmalgeschützte Gebäude, wo eine Außendämmung nicht möglich ist.
  • Eine gut geplante Innendämmung steigert den Wert der Immobilie, was sich langfristig auszahlt.

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Wann ist Innendämmung (innenliegende Wärmedämmung) sinnvoll?

Eine Außendämmung oder Fassadendämmung ist bauphysikalisch oft einfacher. In vielen Situationen ist Dämmen von der Innenseite aber die einzige realistische Alternative.

  • Denkmalschutz: Gründerzeitfassade von 1910, Fachwerkhaus oder Stuck sollen erhalten bleiben.
  • Grenzbebauung: Die Fassade liegt direkt an der Grundstücksgrenze.
  • Eigentumswohnung: Die Gemeinschaft lehnt Maßnahmen an der Fassade ab.
  • Einzelne kalte Räume: Schlafzimmer, Anbau oder Treppenhaus können etappenweise saniert werden.
  • Häuser 1950–1980: Zweischaliges Mauerwerk und hohe Transmissionsverluste sind häufige Gründe.
  • Typisch sind Fälle, denen eine Außendämmung technisch, rechtlich oder gestalterisch verwehrt ist.

Funktionsweise: Wie arbeitet eine Wärmedämmung von innen?

Bei der Dämmung von innen liegt der Dämmstoff auf der warmen Seite. Die tragende Wand wird kälter, der Taupunkt wandert in die Konstruktion. Die Innendämmung kann zu Feuchtigkeitsproblemen führen, da die in bewohnten Innenräumen entstehende Feuchtigkeit nicht nach außen abtransportiert werden kann, was die Bildung von Kondenswasser und Schimmel begünstigt.

  • U-Wert: Zeigt, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht.
  • Wärmedämmung ist nicht dasselbe wie Wärmespeicherung: Holzfaser speichert mehr, PUR dämmt schlanker.
  • Diffusionsoffen bedeutet: Wasserdampf kann kontrolliert passieren.
  • Diffusionsbremsend bedeutet: Eine Dampfbremse oder Dampfsperre ist nötig.
  • Die Dämmung sollte luftdicht verpackt werden, um die Bildung von Tauwasser in kalten Wänden zu verhindern.

Möglichkeiten der Wärmedämmung innen: Systeme im Überblick

Es gibt keine Dämmung für alle Fälle. Diese Systeme sind üblich:

  • Vorsatzschale: Gut bei krummen Innenwänden und Leitungen.
  • Verbundplatten: Schlank bei ebenem Untergrund.
  • Kapillaraktive Platten oder Innenputzsysteme: Sinnvoll bei Feuchte- und Schimmelrisiko.
  • Sprüh- oder Einblasdämmung: Einsatz in vorhandenen Hohlräumen.
  • Kombinationen mit Fensterlaibung, Kellerdecke oder Dachboden sind oft sinnvoll.

Dämmung mit Unterkonstruktion (Vorsatzschale)

Eine Holz- oder Metallkonstruktion wird vor die Innenwand gesetzt, mit Material wie Mineralwolle oder Holzfaser gefüllt und mit Gipskartonplatten beplankt.

  • Vorteil: Unebenheiten, Steckdosen und Leitungen verschwinden in der Ebene.
  • Vorteil: Guter Schallschutz.
  • Nachteil: Wohnraumverlust von oft 10–15 cm.
  • Bei der Innendämmung ist präzises Arbeiten notwendig, um Wärmebrücken zu vermeiden.
  • Die Dampfsperre muss zu 100 % luftdicht verklebt werden, um Bauschäden zu vermeiden.

Dämmung mit Verbundplatten

Verbundplatten kombinieren Dämm- und Deckplatte in einem Element, oft mit integrierter Dampfbremse.

  • Dämmung mit Verbundplatten ist eine platzsparende Methode, bei der Dämm- und Deckplatte in einem Element kombiniert werden, oft mit integrierter Dampfbremse.
  • Geeignet für ebene Untergründe.
  • Aufbau oft 40–80 mm.
  • Anschlüsse an Decken, Fenster und Innenwänden müssen luftdicht sein.
  • Nutzen Sie nur systemgeprüfte Dämmplatten mit Herstellerangaben.

Dämmung mit Innenputzsystem / kapillaraktiven Platten

Kapillaraktive Dämmplatten aus Kalziumsilikat, Mineralschaum oder Holzfaser werden geklebt und mineralisch verputzt.

  • Meist keine separate Dampfbremse nötig.
  • Gut für Nordseite, Bad, Sockel oder Keller.
  • Schlanker Aufbau: oft 25–80 mm.
  • Der Untergrund muss tragfähig und salzarm sein.
  • Dieses System kann Feuchte aufnehmen und wieder abgeben.

Sprüh- / Einblasdämmung in Hohlräumen

Diese Form nutzt vorhandene Hohlräume oder Vorsatzschalen.

  • Zellulose oder mineralisches Granulat füllt unregelmäßige Bereiche.
  • Die Optik bleibt oft erhalten.
  • Nur sinnvoll bei geschlossener Hohlraumkonstruktion.
  • Feuchteverhalten und Hinterlüftung müssen geprüft werden.

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Die wichtigsten Dämmmaterialien für die Wärmedämmung innen

Die Wahl des richtigen Dämmmaterials ist entscheidend, da nicht alle Materialien die erforderlichen Eigenschaften zur Feuchtigkeitsregulierung und Wärmeisolierung bieten. Dämmstoffe müssen atmungsaktiv und diffusionsoffen sein, um Feuchtigkeit sicher abzuführen und Schimmelbildung zu vermeiden. Der Wärmeleitfähigkeitswert von diffusionsoffenen Materialien liegt typischerweise zwischen 0,060 und 0,070 W/(m·K).

Kalziumsilikatplatten

  • Kalziumsilikatplatten sind besonders geeignet für die Innendämmung, da sie kapillaraktiv und diffusionsoffen sind, was das Risiko von Schimmelbildung reduziert.
  • Sie sind nicht brennbar, alkalisch und robust.
  • Ideal bei Schimmelsanierung, etwa im 1970er-Jahre-Keller.
  • Oberfläche: Kalkputz, mineralische Putze oder Silikatfarbe, keine dichte Dispersionsfarbe.

Mineralschaumplatten

  • Mineralschaum besteht meist aus Kalk, Sand, Zement und Wasser.
  • Mineralschaumplatten sind ein beliebtes Dämmmaterial für die Innendämmung, da sie nicht brennbar sind und Feuchtigkeit aufnehmen sowie wieder abgeben können.
  • Mineralische Materialien bieten eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,040 bis 0,045 W/(m·K).
  • Materialkosten liegen grob bei 15–30 €/m², je nach Stärke und Hersteller.
  • Geeignet für Wohnraum, Kelleraußenwände über Gelände und Schimmelsanierung.

Holzfaserdämmplatten

  • Holzfaserplatten sind ein natürliches Dämmmaterial, das atmungsaktiv ist und Feuchtigkeit aus dem Raum zwischenspeichern kann, wodurch der Einsatz einer Dampfbremse oft nicht notwendig ist.
  • Die Wärmeleitfähigkeit von Holzfaserplatten liegt typischerweise zwischen 0,040 und 0,050 W/(m·K).
  • Ideal für Fachwerk, Lehmputz und ökologische Sanierung.
  • Nachteil: brennbar je nach Produkt, Brandschutz beachten.

Mineralwolle (Glas- und Steinwolle)

  • Häufiger Dämmstoff in Vorsatzschalen.
  • λ meist 0,032–0,040 W/(m·K), nicht brennbar.
  • Nur in trockenen Bereichen und mit luftdichter Dampfbremse einsetzen.
  • Schutzkleidung und saubere Fugendämmung sind wichtig.
  • Feuchtigkeit reduziert die Dämmwerte deutlich.

Polyurethan (PUR/PIR) und andere Hartschaumplatten

  • PUR/PIR hat hohe Dämmleistung bei wenig Platz.
  • EPS, XPS und Polystyrol sind ebenfalls Hartschaum-Optionen.
  • Meist nicht kapillaraktiv; Hinterfeuchtung vermeiden.
  • Ökologische Bewertung und Entsorgung sind kritischer.
  • Vakuumdämmplatten bieten exzellente Dämmwerte bei minimaler Materialstärke, sind jedoch teuer und empfindlich.
Beste Wärmedämmung innen

Ökologische Alternativen (Kork, Hanf, Zellulose & Co.)

Hanf, Kork, Zellulose und Jute sind ökologische Dämmstoffe mit gutem Raumklima.

  • Vorteile: Nachwachsende Rohstoffe, oft diffusionsoffen, gute CO₂-Bilanz.
  • Grenzen: Höhere Kosten und weniger Systeme.
  • Enwendo prüft, ob der Einsatz im konkreten Gebäude sinnvoll ist.

Dämmstärke, U-Wert und Taupunkt: Wie viel Dämmung ist innen sinnvoll?

Mehr Dämmung ist innen nicht automatisch besser. Zu viel Dämmstärke kann den Taupunkt kritisch verschieben.

  • Praxisbereich: 40–100 mm Innendämmung.
  • Förderfähige Systeme müssen aktuelle Vorgaben erfüllen; Infos finden Sie etwa bei der BAFA Bundesförderung.
  • Es wird empfohlen, die Dämmstoffdicke und den Wandaufbau im Vorfeld von einem Energieberater berechnen zu lassen.
  • U-Wert-Zielwerte hängen von Wand, GEG und Förderung ab.
  • Feuchte- und Wärmebrückenberechnung verhindert Schäden.

Vorteile und Herausforderungen der Innendämmung

Die Innendämmung bietet vor allem bei Altbauten und denkmalgeschützten Gebäuden viele Vorteile. Sie ermöglicht energetische Verbesserungen auch dann, wenn eine Außendämmung technisch, rechtlich oder optisch nicht umsetzbar ist. Besonders bei historischen Fassaden, Fachwerkhäusern oder Gebäuden mit Stuckelementen bleibt das äußere Erscheinungsbild erhalten. Gleichzeitig entfallen oft hohe Gerüstkosten, da die Arbeiten vollständig im Innenbereich stattfinden und dadurch weitgehend unabhängig von Wetter und Jahreszeit umgesetzt werden können. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich einzelne Räume gezielt sanieren lassen – etwa kalte Schlafzimmer, Anbauten oder wenig genutzte Bereiche eines Hauses.

Darüber hinaus verbessert eine fachgerecht geplante Innendämmung den Wohnkomfort deutlich. Die Innenoberflächen der Außenwände werden wärmer, Räume fühlen sich behaglicher an und Heizwärme geht langsamer verloren. Dadurch sinken langfristig auch die Energiekosten. Zusätzlich kann eine energetische Sanierung den Wert der Immobilie steigern, insbesondere bei älteren Gebäuden mit hohem Modernisierungsbedarf.

Gleichzeitig gehört die Innendämmung zu den anspruchsvolleren Sanierungsmaßnahmen im Bestand. Die größte Herausforderung liegt im Feuchteschutz. Werden Anschlüsse, Dampfbremse oder Wärmebrücken nicht korrekt geplant, kann sich Tauwasser innerhalb der Konstruktion bilden. Das erhöht das Risiko für Schimmel, Bauschäden und langfristige Feuchteprobleme. Hinzu kommt, dass jede Innendämmung etwas Wohnfläche kostet, da die Dämmung auf der Raumseite angebracht wird.

Gerade deshalb sind sorgfältige Planung, bauphysikalische Berechnungen und eine präzise Ausführung entscheidend. In vielen Fällen ist eine professionelle Energieberatung deutlich günstiger als spätere Schadensanierungen durch Feuchtigkeit oder Schimmel. Eine gut geplante Innendämmung kann dagegen dauerhaft für niedrigere Heizkosten, mehr Wohnkomfort und eine sichere Sanierung im Altbau sorgen.

Schimmel, Feuchte und Wärmebrücken: Worauf Sie bei Innendämmung achten müssen

Kalte Innenwände hinter Schränken sind typische Problemzonen. Wärmebrücken können an Übergängen zu innenliegenden Wand- oder Deckenelementen entstehen, was die Effektivität der Innendämmung beeinträchtigen kann.

  • Wärmebrücken entstehen an Deckenauflager, Fensterstürzen, Laibungen und Innenwandanschlüssen.
  • Flankendämmung kann 50–100 cm in angrenzende Bauteile geführt werden.
  • Keine Hohlräume hinter kapillaraktiven Systemen lassen.
  • Luftdichte Ebene sorgfältig planen.
  • Regelmäßiges und richtiges Lüften ist entscheidend, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu kontrollieren und Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Große Möbel mit Abstand zur Außenwand stellen.

Kosten, Amortisation und Fördermöglichkeiten

Die Kosten für eine fachgerecht ausgeführte Innendämmung liegen in Deutschland meist zwischen 80 und 200 Euro pro Quadratmeter. Wie teuer die Maßnahme tatsächlich wird, hängt vor allem vom gewählten Dämmsystem, dem Zustand der Außenwand, dem Aufwand bei Anschlüssen und der regionalen Handwerkersituation ab. Bei einem typischen Einfamilienhaus mit rund 120 Quadratmetern zu dämmender Innenwandfläche entstehen dadurch häufig Gesamtkosten zwischen etwa 9.600 und 24.000 Euro.

Gleichzeitig gibt es verschiedene staatliche Fördermöglichkeiten, die die Investition deutlich attraktiver machen können. Für Maßnahmen an der Gebäudehülle – dazu zählt auch die Innendämmung – sind Zuschüsse über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) möglich. Über das BAFA können derzeit in vielen Fällen mindestens 15 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden. Wird zusätzlich ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellt, erhöht sich der Fördersatz häufig um weitere 5 Prozentpunkte. Dadurch können Eigentümer je nach Projektumfang mehrere tausend Euro zusätzlich sparen.

Neben Zuschüssen bietet die KfW unter bestimmten Voraussetzungen ergänzende Finanzierungsmöglichkeiten an. Dazu gehört unter anderem ein zinsvergünstigter Ergänzungskredit für energetische Einzelmaßnahmen, der insbesondere für Haushalte mit bestimmten Einkommensgrenzen interessant sein kann.

Hinweis

Förderprogramme setzen in der Regel voraus, dass Planung, Nachweise und technische Anforderungen korrekt umgesetzt werden. Genau hier unterstützt Enwendo – von der Prüfung der Angebote über die energetische Bewertung bis hin zur Unterstützung bei Förderanträgen und technischen Nachweisen. So lassen sich nicht nur Kosten reduzieren, sondern auch typische Fehler bei der Sanierung vermeiden.

Altbau und Denkmalschutz: Beste Wärmedämmung innen für historische Gebäude

Bei historischen Gebäuden sind massive Ziegel, Fachwerk, Stuck und schützenswerte Fassade typisch.

  • Bevorzugt: Kalziumsilikat, Mineralschaum oder Holzfaser.
  • Vorher Feuchte- und Salzbelastung prüfen.
  • Denkmalbehörde früh einbinden.
  • Kalk-, Lehmputze und Silikatfarben passen oft besser.
  • Beispiel: Stadthaus Baujahr 1910 mit 38 cm Ziegelwand kann dank 60 mm Innendämmung und Fensterertüchtigung deutlich bessere Werte erreichen.

Rolle der Energieberatung: Wie Enwendo Ihnen hilft, die beste Wärmedämmung innen zu finden

Enwendo ist eine unabhängige Energieberatung für Wohngebäude in Deutschland und begleitet Hausbesitzer vom Vor-Ort-Termin bis zur Förderung.

  • Aufnahme von Baujahr, Wandaufbau, Feuchtigkeit und Dämmniveau.
  • Berechnung von U-Werten, Dämmstärke und Einsparpotenzial.
  • Vergleich von Material, Kosten und Ausführung.
  • iSFP und Energieberatung können gefördert werden.

Die beste Lösung entsteht nicht im Baumarktregal, sondern aus Wandaufbau, Feuchteanalyse und sauberer Planung. Wenn Sie Ihre Innenwanddämmung sicher, förderfähig und wirtschaftlich umsetzen möchten, lassen Sie Enwendo Ihr Gebäude prüfen und die passende Innendämmung berechnen.

Jan Wanderer

Energie-Experte bei Enwendo

Fazit

Die beste Wärmedämmung innen ist immer die Lösung, die technisch zu Ihrem Gebäude passt – nicht automatisch die dickste oder günstigste Dämmplatte. Gerade bei Altbauten, Fachwerkhäusern oder Gebäuden mit Denkmalschutz entscheidet die richtige Kombination aus Dämmstoff, Feuchteschutz und fachgerechter Ausführung darüber, ob die Sanierung langfristig funktioniert.

Kapillaraktive und diffusionsoffene Systeme wie Kalziumsilikat-, Mineralschaum- oder Holzfaserdämmplatten bieten in vielen Bestandsgebäuden besonders sichere Lösungen, weil sie Feuchtigkeit regulieren und das Risiko für Schimmel reduzieren können. Gleichzeitig zeigt sich immer wieder: Die größten Probleme entstehen nicht durch zu wenig Dämmung, sondern durch falsche Anschlüsse, Wärmebrücken oder unzureichende Planung.

Wer eine Innendämmung umsetzen möchte, sollte deshalb nicht nur auf Materialkosten oder Dämmwerte schauen, sondern den gesamten Wandaufbau, die Feuchtigkeitssituation und die spätere Nutzung der Räume berücksichtigen. Eine professionelle Energieberatung hilft dabei, Bauschäden zu vermeiden, Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen und ein System zu wählen, das wirklich zum Haus passt.

Mit einer gut geplanten Innendämmung lassen sich Heizkosten senken, der Wohnkomfort verbessern und historische oder gestalterisch wertvolle Fassaden erhalten – oft ohne aufwendige Eingriffe an der Außenhülle. Gerade bei Sanierungen im Bestand ist sie deshalb häufig die sinnvollste und wirtschaftlichste Lösung.

Praxisorientierte Tipps für die Planung Ihrer Innendämmung

Bevor Sie starten, sollten Sie nicht nur die schönste Platte wählen, sondern alles dokumentieren.

  • Baujahr, Wandaufbau und alte Pläne prüfen.
  • Feuchteursachen vor der Dämmung beseitigen.
  • Heizsystem und Lüftung analysieren.
  • Maßnahmenpaket mit Energieberater abstimmen.
  • Fachbetriebe mit Erfahrung in Innendämmung wählen.
  • Foto-Dokumentation, Pläne und verwendete Dämmstoffe aufbewahren.

Häufige Fragen zur besten Wärmedämmung innen

Welche Innendämmung eignet sich am besten für Altbauten?

In vielen Altbauten sind kapillaraktive und diffusionsoffene Systeme wie Kalziumsilikat-, Mineralschaum- oder Holzfaserplatten besonders geeignet, da sie Feuchtigkeit regulieren können.

Kann Innendämmung Schimmel verursachen?

Ja, wenn die Dämmung falsch geplant oder unsauber ausgeführt wird. Besonders problematisch sind Wärmebrücken, undichte Anschlüsse und fehlender Feuchteschutz.

Wie dick sollte eine Innendämmung sein?

In der Praxis sind meist 40 bis 100 mm sinnvoll. Die optimale Stärke hängt jedoch vom Wandaufbau, Dämmstoff und den energetischen Zielen ab.

Ist Innendämmung förderfähig?

Ja. Innendämmungen können über die BEG-Förderung unterstützt werden. Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sind häufig höhere Zuschüsse möglich.

Was kostet eine Innendämmung?

Die Kosten liegen meist zwischen 80 und 200 € pro Quadratmeter inklusive Material und Montage. Der Preis hängt vom System, dem Zustand der Wand und der Ausführung ab.

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